Nicht nur im ökologischen Bereich liegen erneuerbare Energien im Trend. Auch immer mehr Anleger vertrauen ihnen. Mithilfe spezieller Fonds können auch sie von dem Ökoboom profitieren. Kein Wunder, dass es in diesem Bereich immer mehr Auswahl gibt. Doch bei so manchem Angebot muss man vorsichtig sein: Einige der angeblich grünen Anlageprodukte halten beispielsweise Anteile an Atomkonzernen. Im Folgenden wollen wir Sie daher genauer zum Thema "Fonds erneuerbare Energien" informieren und Ihnen Tipps bei der Anlage geben.

Fonds erneuerbarer Energien- welche Produkte gibt es?

In diesem Bereich können die Anleger zwischen Fonds, welche einem Index folgen (die sogenannten ETF) sowie zwischen gemanagten Fonds auswählen. Hierbei gibt es jedoch einige Unterschiede.

Etliche der gemanagten Fonds konnten in den letzten fünf Jahren eine bessere Bilanz aufweisen als die Indexfonds. Der Vorteil von gut gemanagten Fonds erneuerbarer Energien liegt darin, dass sie den Branchenbegriff relativ weit auslegen können. Deren Wertentwicklung wird auch deswegen stabiler, weil sie große Unternehmen wie beispielsweise Siemens, General Electric oder Linde berücksichtigen, welche umfassende Ökosparten besitzen.
Zudem beziehen gemanagte Fonds auch spezielle Firmen mit ein, welche nicht im engeren Sinn zu der Branche gehören.

Anleger, die hingegen in die Indexfonds investieren, haben generell einen besseren Überblick über die jeweiligen Fonds und ihre Bestandteile. Zudem sind die jährlichen Kosten geringer. Hierbei können sich die Anleger beispielsweise zwischen kleinen oder großen Unternehmen entscheiden oder auf Schwellenländer bzw. etablierte Märkte setzen.

Vorsicht- nicht alle Fonds sind ökologisch korrekt

Vorsicht ist dennoch geboten. Anleger, die besonders die nachhaltigen Technologien unterstützen wollen und denen nicht nur die Rendite wichtig ist, sollten sich ihr Portfolio genauestens ansehen. Denn nur wenige Fonds erneuerbarer Energien erheben tatsächlich den Anspruch, ökologisch korrekt zu investieren. Zwar sind viele in dieser Hinsicht besser als vergleichbare herkömmliche Aktienfonds und viele umstrittene Unternehmen werden von vorneherein ausgeschlossen. Bei genauerer Betrachtung hingegen erweist sich so mancher Fonds als nicht ganz so "sauber". So ist beispielsweise für viele Fonds für erneuerbare Energien die Atomkraft nicht tabu.

Geht es dem Anleger v.a. um eine ökologisch korrekte Investition, empfiehlt es sich für ihn, in einen Nachhaltigkeitsfonds zu investieren. Diese Art von Fonds streut das Geld weltweit über diverse Branchen.