Wer aktuell auf der Suche nach einer lukrativen und sicheren Anlage ist, der hat die Qual der Wahl. Entweder erhält er bei seiner Hausbank eine garantiert sichere Anlage in festverzinslichen Wertpapieren mit einer minimalen Rendite, wie es aktuell bei Bundesschatzbriefen der Fall ist, oder aber er wählt spekulative Anleihen, die zwar eine deutlich höhere Rendite abwerfen, dafür aber auch mit einem Risiko verbunden sind. Als eine Alternative zur Beimischung in der persönlichen Anlagestrategie finden Anleger mittlerweile immer häufiger die Empfehlung einer Geldanlage in erneuerbare Energien.

Sicherheit der Anlage

Das Gesetz zur Einspeisung erneuerbarer Energien – auch EEG genannt – gewährt für die Dauer von 20 Jahren für Photovoltaik-Anlage, Biogasanlagen und Windenergieanlagen eine garantierte Einspeisevergütung. Diese schwankt zwar je nach Art der Stromerzeugung, aber der Anleger kann sich in jedem Fall sicher sein, dass für die gesetzliche Dauer die Vergütung geleistet wird.
Welche Formen der Anlage existieren.

Konkret lassen sich zwei Formen der Geldanlage in erneuerbare Energien unterscheiden. Zum einen ist das die direkte Beteiligung an einer entsprechenden Anlage. Der Anleger wird somit zum Unternehmer und partizipiert über die gesamte Betriebslaufzeit der Anlage an den Erträgen. Klassischerweise wird ein Kleinanleger nur bei einer Photovoltaik-Anlage alleiniger Eigentümer werden können, bei Großprojekten wie der Betrieb einer Biogasanlage oder einer Windkraftanlage sucht in der Regel ein Projektentwickler noch Anleger die sich an dieser Form der Geldanlage in erneuerbare Energien beteiligen wollen.

Die andere Form der Geldanlage in erneuerbare Energien ist die Kapitalbereitstellung in Form einer festverzinslichen Anleihe. Der Vorteil dieser Anlage ist, dass Anleger über die Dauer der Laufzeit einen festen Zins erhalten. Voraussetzung ist natürlich, dass die Anlage auch mindestens die Rendite erwirtschaftet. Im Gegenteil zur Beteiligung ist eine Anleihe bei der Ausschüttung bevorrechtigt. D.h. zunächst erhalten die Gläubiger ihren Zins bevor die Anlageneigentümer eine Zahlung erhalten. Dies gilt auch für den Fall der Insolvenz – bei der auch zunächst die Gläubiger befriedigt werden müssen. Der Nachteil ist, dass bei einer festverzinslichen Anleihe ein Zins nur für die Laufzeit der Anlage gezahlt wird. Wer alternativ eine direkte Beteiligung erworben hat, der erhält für die gesamte Dauer der Betriebszeit eine Gewinnbeteiligung.